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81. Ausgabe des Schweinfurter OberLandKuriers

17. September 2026

81. Ausgabe des Schweinfurter OberLandKuriers

Was für ein Sommer: Freude und Leid zugleich

Jeder wünscht sich einen Sommer mit Sonne und Wärme, aber heuer hat die Hitze uns allen schwer zu schaffen gemacht.

Nicht nur die Hitze, das größere Problem ist der ausbleibende Regen. Auf dem Land sind die Auswirkungen am deutlichsten zu spüren. Nutzgärten kommen mit ihrem Wasserbedarf an ihre Grenzen. Rasen zu wässern ist schon lange ein Tabu. Jahrhundertelang bewährte Gemüsepflanzen überleben nur mit immensem Aufwand Hitze und Trockenheit. Die Landwirtschaft leidet zunehmend darunter. Ertragseinbußen bis an die Schmerzgrenze, Futtermangel, dessen Auswirkungen noch gar nicht abzusehen sind.

Gerade bei uns in Unterfranken sinkt der Grundwasserspiegel schon seit Jahren.

Ich glaube, wir sind uns der ganzen Tragweite des Problems noch nicht wirklich bewusst.

Da hieß es an allen Ecken und Enden Wasser sparen. Manche Ortsbereiche hatten wochenlang kein Wasser. Da ging man zum Duschen und Baden zu den noch gut mit Wasser versorgten Nachbarn. Gärten, das hieß damals Gemüsegärten, wurden nicht mehr gegossen bzw. das Gemüse sowieso auf dem Acker angebaut, wo es von vorn herein nicht mit Wasser versorgt wurde. Das führte dazu, dass die Pflanzen tiefe Pfahlwurzeln bildeten und sich aus der Tiefe mit Wasser selbst versorgten.

Vielleicht ist es an der Zeit, uns auf solche Zeiten einzustellen und Strategien zu entwickeln, die unseren Wasserbedarf erheblich senkt, um zukünftige regenarme Perioden zu meistern.

In meiner Kindheit gab es in meiner Heimatgemeinde noch Hausbrunnen. Und in regenarmen Sommern trockneten die schon mal aus bzw. hatten wenig Wasser.

Jeder einzelne ist gefragt. Der Klimawandel erfordert von uns ein Umdenken und hat uns jetzt schon im Griff.

Vielleicht müssen wir wieder wie früher als Familien ein Badewasser benutzen. In ärmeren oder ländlichen Haushalten des 19. und frühen 20. Jahrhunderts gab es oft nur den traditionellen „Badetag“ (meist am Samstag). Die Familie badete nacheinander in derselben Wanne und im selben Wasser – beginnend mit den Erwachsenen bis hin zu den Jüngsten. Wie bei Wilhelm Busch.

Doch jetzt wünschen wir nur eins: Regen – Regen – Regen ...

RESI RUDOLPH

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