79. Ausgabe des Schweinfurter OberLandKuriers
Gemeinde gestalten.
Nach der Wahl ist vor der Wahl.
Eigentlich ein ganz banaler Spruch, der zur Achtsamkeit im Umgang mit den Wählern und Versprechungen aufruft, die die jeweiligen Amtsträger machen. Wobei das für die Wahlen auf Gemeindeebene nur bedingt zutrifft.
Denn dort wird ja hauptsächlich erwartet, dass der jeweilige Gemeinderat die Interessen seiner Ortschaft vertritt. Was ja eigentlich ganz logisch klingt, denn wenn jeder für sich selbst sorgt, dann ist für alle gesorgt. Und die Gemeinderäte aus den Parteilisten sorgen zusätzlich dafür, dass ihre jeweiligen Interessenslagen nicht zu kurz kommen. Die Grünen mehr für die Umwelt, die SPD für die kleinen Leute und die CSU für die eher Konservativen. So ist die landläufige Meinung. Was in einem Gemeinderat aber eigentlich zu kurz gegriffen ist.
Dort sollten eigentlich die Interessen aller Bürger vertreten werden, egal aus welcher Gemeinde sie stammen und welcher Partei sie angehören. Hier spielt die Parteizugehörigkeit wenn man sein Amt richtig versteht eigentlich keine so große Rolle. Wichtig sind die Interessen der Menschen vor Ort und dabei sollte es auch keine Rolle spielen aus welcher Ortschaft ich komme. Ich kann mich auch, und das sollte eigentlich die Regel sein, für ein Projekt aus der Nachbargemeinde einsetzen, wenn ich glaube dass es für die Bürger dieser Gemeinde wichtig ist.
Miteinander nicht gegeneinander. Dazu muss ich aber auch die einzelnen Gemeinden kennen und mich mit deren Bedürfnissen auseinandersetzen und nicht nur Kirchturmpolitik betreiben. Gerade heute, in einer Zeit in der oft gegeneinder gehetzt und verleumdet wird, in der viele meinen sie kommen zu kurz, sind Gremien auf Gemeindeebene gefordert Gemeinschaft zu stiften und die Menschen zusammenzuhalten. Nur dann wird Gemeindepolitik erfolgreich sein. Gemeinschaftstiftende Veranstaltungen und Aktionen sind hier von größter Bedeutung, damit ein Wirgefühl entsteht und keine Ortschaft für sich alleine kämpft.
Der Schonunger Faschingsumzug, VEREINt Kultur leben in Stadtlauringen sind solche Veranstaltungen, die die Dörfer zusammen bringen. Der Phantasie sind keine Grenen gesetzt. Vielleicht findet ja jede Großgemeine im Schweinfurter Oberland für sich etwas wo sich die einzelnen Ortschaften aktiv einbringen können. Also liebe neugewählten Gemeinderäte setzt euch ein für ein Miteinander in den Gemeinden und stärkt jede einzelne Ortschaft mit dem was für sie nötig ist über Orts- und Parteigrenzen hinweg. Nur dann hat das Schweinfurter Oberland Zukunft und bleibt lebens- und liebenswert.
Wir vom Schweinfurter OberLandKurier unterstützen euch wo wir können.
Für die Herausgeber und die Redaktionsmitglieder
RESI RUDOLPH
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