Das musikalische Mitmachtheater, das am 13. April in Üchtelhausen aufgeführt wurde, übertraf alle Erwartungen. „Wegen Überfüllung geschlossen“, das hätte um 15 Uhr im Pfarrheim eigentlich verkündet werden müssen. Statt dessen überbrachte Birgit Göbhardt, neue Bürgermeisterin und Erzählerin des Stücks, die Botschaft, dass kurzerhand eine zweite Vorstellung um 17 Uhr angesetzt werde. Dank der Flexibilität aller Beteiligten konnte man so dem überwältigenden Zuschaueransturm begegnen, ohne Interessenten abweisen zu müssen.

Mit dem Indianermusical Wakatanka hat die Jugendblaskapelle unter Leitung von Helmut Walter und der Inszenierung von Karin Göllner etwas ganz Besonderes auf die Bühne gezaubert. Über 80 Üchtelhäuser wirkten vor und hinter den Kulissen zusammen, drei Generationen sangen, tanzten und spielten, was das Zeug hielt. Das Ergebnis war ein sehr kurzweiliges, unterhaltsames und lehrreiches Miteinander mit beeindruckendem Einsatz aller Darbieter.

Wakatanka verzaubert – Wakatanka verbindet: Die Besucher wurden von Anfang an in das Leben der Prärieindiander einbezogen, durften mittrommeln, pfeifen, klatschen und rufen, um den Darstellern zur Seite zu stehen. Dabei bekamen sie auch Alltags- und philosophische Weisheiten der Indianer mit auf den Weg. „Auge um Auge macht die Welt blind“ oder, am Ende des Musicals: „Hände alleine können nicht denken. Wir sind es, die Hände lenken“.

Der Wakatanka-Zauber zieht sich noch immer durch die Straßen Üchtelhausens. Und sorgt, unterfüttert von der großzügigen Spendenbereitschaft der Zuschauer, bereits für Überlegungen der Fortführung des erfolgreichen Miteinanders im kommenden Jahr.

Text und Foto: Sarah Ledermann