Wenn Kleine Großes vollbringen…

Wir machen was zusammen“, das dachte sich Helmut Walter, Leiter der prämierten Jugendblaskapelle Üchtelhausen, nachdem er das Musical „Wakatanka“ im letzten Sommer während einer musikalischen Familienfreizeit kennenlernte. Nicht nur er, seine ganze Familie war so begeistert von dem Konzept, der Musik und dem Inhalt des interaktiven Kinder-Mitmach-Musicals, dass die Freude daran auch in die Heimat geholt werden musste.

So kam es, dass in Üchtelhausen kleine und große Laienschaupieler und Halbprofis, engagierte Sänger und talentierte Instrumentalisten zusammengeführt wurden und nun daran arbeiten, gemeinsam mit den Zuschauern am 13. April ein musikalisches Theater zu kreieren, wie es hier noch nicht gesehen wurde.

Neu ist nicht nur das Zusammenspiel der Akteure, neu ist auch die Rolle der Zuschauer, vor allem der Kinder, die die Hauptzielgruppe darstellen. Statt als passive Konsumenten nur auf ihren Stühlen zu sitzen, dürfen sie sich an der Handlung beteiligen. Die Kinder werden in das Theatergeschehen einbezogen, müssen mittrommeln, rufen - und werden einfach gebraucht, wenn sie sich gemeinsam mit den Darstellern auf eine abenteuerliche Reise zu den Bleichgesichtern begeben…

Zum Inhalt, der in weniger als einer Dreiviertel Stunde sehr kurzweilig präsentiert wird, nur so viel: Die Wakatankas sind ein Indianerstamm, der die Prärie durchstreift und stets mit der Natur im Einklang lebte. Bis die Harmonie plötzlich aus dem Gleichgewicht geriet. Immer häufiger kamen die Krieger ohne Beute von ihren Jagdzügen zurück: Die Wakatankas leiden Hunger. Wie sie diesem Problem begegnen, das erfahren Sie am 13. April 2008 um 15 Uhr im Pfarrheim Üchtelhausen.

Wakatanka erhebt nicht den Anspruch, das Leben der Prärieindianer historisch und inhaltlich genau zu rekonstruieren. Ziel ist die Freude an der Musik und dem gemeinsamen Spiel - und über das Medium Indianer zu verdeutlichen, dass das Aufeinandertreffen verschiedener Kulturen nicht zwangsläufig mit Misstrauen, Vorurteilen und Berührungsängsten behaftet sein muss. Die Kinder können erfahren, dass Toleranz der Schlüssel zu einem friedvollen Zusammenleben der Kulturen ist. Und die Gewissheit mitnehmen, dass jeder Mensch zu Großem fähig sein kann. Gemäß einem Sprichwort: Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern.

Auf Ihr Kommen freuen sich nicht nur die Jugendblaskapelle, auch Mitglieder der Blaskapelle, die künftige Bürgermeisterin Birgit Göbhardt als Erzählerin, Karin Göllner mit ihrem Chor, der Kindergarten Üchtelhausen und viele andere mehr. Spenden werden gern entgegengenommen, um auch künftig für Instrumente, Notenmaterial und Drehbücher wie „Wakatanka“ sorgen zu können.

Text: Sarah Ledermann