Die Zukunft des Schweinfurter Oberlandes im Blick.

Haben unsere Dörfer Zukunft oder entwickeln sie sich zu Wohn- und Schlafstätten?

In manchen Ortschaften gibt es schon keine öffentlichen Einrichtungen, wie Kindergärten, Dorfwirtschaften oder Einkaufsmöglichkeiten mehr. Wenn dann auch noch das Vereinsleben, aufgrund mangelnder Bereitschaft zur Verant-wortungsübernahme, kränkelt, die Kirchengemeinden immer weniger aktive Mitglieder haben, dann – ja was ist dann?

Jeder einzelne von uns muss sich das fragen, ob ihm sein Heimatort, sein Lebensraum wichtig genug ist um sich darüber Gedanken zu machen und sich zu engagieren, sich einzubringen und sich dieser Entwicklung entgegenzustellen. Vor allem auch die jüngere Generation ist angefragt, wie sie sich die Zukunft ihrer Dörfer vorstellt. In einer Zeit, da Freizeitgestaltung einen ganz hohen Stellenwert hat, muss jeder sich fragen ob diese Freizeitgestaltung nicht auch in einem bürgerschaftlichen Engagement bestehen könnte

Die Möglichkeiten sind vielfältig. Eigeninitiative wäre wichtig und Phantasie, Ideenreichtum und Durchhaltevermögen. Auch gegen die ewigen Bedenkenträger, die jede Idee im Keim ersticken können, mit der Aufzählung was alles passieren, schieflaufen und nicht klappen kann. Begeisterung auch für verrückte Vorstellungen bringt uns vorwärts und lässt Dinge entstehen, die niemand für möglich gehalten hat.

Gelegenheit dazu bietet sich in unseren Gemeinden überall und fast auf jedem Gebiet:

Am Dienstag den 9. Juli um 19:00 Uhr im Pfarrheim in Üchtelhausen

ist so eine Chance die Zukunft unserer Dörfer mitzugestalten (siehe Grußwort Bgm Clement S. 4, Artikel: Öffentliche Auftaktveranstaltung.... S. 5). Es ist die Auftaktveranstaltung für die Weiterführung des Konzeptes (ILEK) aus dem das Schweinfurter Oberland hervorgegangen ist und Projekte wie Dorferneuerungen, Arbeitskreise, unter anderem auch der Schweinfurter Oberlankurier entstanden sind.

Doch diesmal steht die „Daseinsvorsorge“, im Mittelpunkt, dh. die Frage: Gibt es in Zukunft noch Kindergärten, Schulen, Einkaufsläden, Ärzte, Altenbetreuung, und und und. Oder werden wir abgehängt. Auch wenn schon vieles verschwunden ist oder nicht machbar erscheint. Holen wir uns unser Leben zurück in unsere Dörfer, machen wir uns stark für eine lebens- und liebenswerte Heimat für uns und unsere Kinder. Beteiligen wir uns als engagierte Bürger an diesem Prozess und überlassen es nicht nur unseren gewählten Vertretern.

Ein Bundespräsident hat einmal gesagt: ein Ruck muss durch Deutschland gehen, das trifft auch auf uns zu:

Ein Ruck muss durch das Schweinfurter Oberland gehen. Es wird sich lohnen, vor allem für die Dörfer die diese Chance ergreifen.

Für die Redaktion RESI RUDOLPH

Ausgabe 52 - Oberlandkurier 2019